Beruf: Ergotherapeut/in

Worum geht es genau?

Zu den Patienten eines/einer Ergotherapeuten/in gehört die Frau, die nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, der Senior, der Probleme mit der Feinmotorik hat und die Gabel zum Essen nicht mehr richtig halten kann, aber auch das Kind, das Konzentrationsprobleme hat. Das Feststellen des jeweiligen Behandlungsbedarfes gehört zu den ergotherapeutischen Aufgaben. Während es in Frühförderzentren darauf ankommt, Kinder mit Beeinträchtigungen oder Entwicklungsverzögerungen mit Spaß und Spiel zu fördern, liegt der Schwerpunkt in Rehabilitationseinrichtungen vor allem auf einer Stabilisierung oder Verbesserung des Gesundheitszustandes. Ergotherapeuten/innen unterstützen Menschen nach Unfällen oder Erkrankungen auch in der Wiedereingliederung in das Berufsleben und im Organisieren des Haushaltes. In der Ergotherapie können Gymnastikbälle genauso wie Wachsmalstifte und Buntpapier genutzt werden, bei Demenz wird aber auch das Gedächtnistraining eingesetzt. Der Beruf bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Als Ergotherapeut/in kann man selbstständig entscheiden, welche Behandlung dem Wohlbefinden der Person zugutekommt. Geht es dem Patienten besser, ist die Freude umso größer.

Spannende Einsichten in den Ausbildungsberuf bekommst du hier:

Ergotherapeuten helfen ihren Klienten bei der Linderung von Beschwerden, so etwa im Rücken

Entwicklungsmöglichkeiten:

Nach dem Abschluss der Ausbildung zum/zur Ergotherapeut/in ist es besonders interessant, sich auf gesonderte, besondere Gebiete zu spezialisieren (Sonderpädagogik, Heilpädagogisches Reiten oder Musiktherapie) oder sich durch Zusatzqualifikationen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Der Spaß am Umgang mit Menschen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Beruf des/der Ergotherapeuten/in. Durch Übungen oder künstlerische Arbeiten vermittelst Du Deinen Patienten ein neues Körpergefühl und verbesserst nach und nach ihre gesundheitliche Situation.

Wo finde ich eine Anstellung?

Ergotherapeutische Behandlungen werden in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und in ergotherapeutischen Praxen angeboten. Auch in Pflege- und Altenheimen und pädagogischen  Einrichtungen wie Sonderschulen und Frühförderzentren können Ergotherapeuten/innen tätig werden.

 

Bildnachweise: © WavebreakmediaMicro / Fotolia; © Alexander Atkishkin/ 123RF.com