Beruf: Notarfachangestellte/r

Notarfachangestellte Notarfachangestellter – Worum geht es genau?

Notarfachangestellte Notarfachangestellter – das bringst du mit:

  1. Gute Ausdrucksweise, auch auf Englisch
  2. Mathematik und Faible für Buchhaltung und Belege
  3. Freundlicher Umgang in allen Situationen

Dann mach Dich unentbehrlich für Deinen Chef und werde als Notarfachangestellte/r die rechte Hand eines Notars/einer Notarin. Für ihn oder sie bereitest Du Akten und Fälle vor und nach, besorgst den Schriftverkehr, informierst Mandanten, Gerichte und Behörden und recherchierst nach. Viele Urkunden und Schriftstücke kannst Du dabei selbständig entwerfen, meistens handelt es sich um Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen oder Unterschriftsbeglaubigungen oder Erbscheinanträge. Die meisten Fälle, die zu bearbeiten sind, stammen aus den Bereichen Haus­kauf, Wohnungskauf, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht und Testament. Sorgfältigkeit ist also oberste Pflicht.

Aber das nicht nur im Schriftverkehr: Da Du den Notar/die Notarin auch an Termine und Fristen erinnerst und Mandantengespräche ausmachst, muss man sich auch hier auf Dich verlassen können. Zu Deinem Aufgabenfeld gehört übrigens auch der kaufmännische Bereich: Du bist für das Ausstellen von Rechnungen, die Buchhaltung und das Controlling zuständig.

Spannende Einsichten erhältst Du in diesem Video:

 

Entwicklungsmöglichkeiten:

Welche Stufen Dich auf der Karriereleiter erwarten, hängt stark davon ab, in welchem Bundesland du lebst. Wohnst Du in Bayern oder Rheinland-Pfalz, hast Du Glück gehabt: Hier kannst Du Dich kostenlos zur Inspektorin im Notardienst weiterbilden. Wenn Du die Prüfung bestehst, kannst Du im öffentlichen Dienst arbeiten oder weiter zum/zur Oberinspektor/in oder Amtsrat/rätin aufsteigen.

In den ostdeutschen Bundesländern kannst Du Dich zum/zur leitende/n Notarmitarbeiter/in fortbilden. Die Teilnahme an der Fortbildung ist jedoch kostenpflichtig. Das trifft auch auf Weiterbildungen in Koblenz, dem Saarland und im rheinischen Teil von Nordrhein-Westfalen zu. Hier kletterst Du die Karriereleiter über ein zweistufiges System hoch: Zunächst bildest Du Dich kostenlos zum/zur Notarfachassistenten/tin, anschließend kostenpflichtig zum/zur Notarfachreferenten/in weiter. Eine andere Möglichkeit ist es, Notarfachwirt/in zu werden. as geht aber erst mit zwei Jahren Berufserfahrung.

Wo finde ich eine Anstellung?

Du arbeitest in Notariaten oder Rechtsanwaltskanzleien mit angeschlossenem Notariat.

 

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